Fahrerlaubnisentziehung wegen durch Computertest festgestellter Fahrungeeignetheit aufgrund Demenz mittleren Grades

Aktenzeichen:11 CS 17/27 VGH MÜNCHEN vom 30.01.2017

1.Wurde bei einem Fahrzeugführer eine Demenz mittleren Grades diagnostiziert, kann die für die Fahreignung erforderliche psycho-physische Leistungsfähigkeit durch eine neuropsychologische Zusatzuntersuchung mit geeigneten, objektivierbaren psychologischen Testverfahren überprüft werden. 2.Da die Testverfahren überwiegend mittels eines Computertests erfolgen, ist darauf zu achten, dass das Verfahren für die untersuchte Altersgruppe auch ausreichend normiert ist und dass die Normvergleiche auch bei der Altersgruppe des zu Testenden anwendbar sind. 3.Die zu testende Person ist vor Testbeginn über Zweck und Ablauf des Tests zu unterrichten, die augenblickliche Verfassung ist zu bestimmen und die Testperson ist nach dem Test zur Prüfsituation zu befragen. (Aus den Gründen: ...Zur Überprüfung der psycho-physischen Leistungsfähigkeit dürfen nur Testsysteme genutzt werden, deren Eignung für die Beantwortung der Frage nach der Leistungsfähigkeit zum Führen eines Kfz nachgewiesen ist...).

Fundstelle:

ADAJUR Dok.Nr: 110469
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